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Newsletter #26

Death Positiv · Trauerrednerin · Verena Brunnbauer · Nicole Honeck · Sargbar · Bestattung

Neues Jahr, frischer Wind.
Laßt uns den Zauber (wieder) entdecken!

Liebe Death ♥ Positiv Netzwerker*innen, liebe Menschen nah und fern,

Ihr kennt uns ja schon ein wenig und habt vielleicht oder werdet recht schnell herausfinden, dass es bei unseren Newslettern keine wirkliche Regelmäßigkeit gibt.

Das hat zwei Gründe, der erste ist, ich/wir können nur dann schreiben, wenn die Worte auch fließen und das tun sie einfach nicht immer und der zweite, es braucht natürlich auch Inhalte, Termine, die auf unserer Agenda lauern oder -zumindest aus unserer Sicht- Lesenswertes für Euch. Manchmal sind tatsächliche Begegnungen darin versteckt, manchmal nur unsere Gedanken und manchmal Erlebnisse, die uns nachhaltig geprägt haben.

Zum Beispiel das Symposium zum Anlass »10 Jahre Letzte Hilfe Deutschland« im Mai des letzten Jahres. Freilich wäre allein das Bestehen von Letzte Hilfe Deutschland ein Grund zum Feiern, aber das Team rund um Georg Bollig weiß worum es geht und versorgt damit alle eingeladenen Menschen auch mit spannenden Informationen, Musik, Gesprächen und neuen Perspektiven.

Was bei mir/uns sich in die Erinnerung gebrannt hat ist die CHARTA zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Mit ihr werden Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe formuliert, um die Behandlung und Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch und seine*ihre Zugehörigen. Es war nicht nur ein Fest Franziska Kopitzsch bei Ihrer Präsentation zu lauschen es war auch fast ein Manifest wie Friedensprozesse entstehen und gelingen können.

»Entstanden ist das deutsche Charta-Projekt vor dem Hintergrund einer internationalen Initiative, die als Budapest Commitments auf dem 10.Kongress der European Association for Palliative Care (EAPC) 2007vereinbart wurde. Mit dem Ziel, die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern, sollten fünf Bereiche fokussiert und in ihrer Entwicklung gefördert werden: Aus-, Fort- und Weiterbildung, Forschung, Politik, Qualitätsmanagement, allgemeine Zugänglichkeit der Versorgung mit Arzneimitteln.« [https://www.charta-zur-betreuung-sterbender.de/die-charta_entstehung.html]

18 Länder nahmen diesen Gedanken auf und fokussierten sich darauf gemeinsam ein Papier zu entwickeln, dass von allen gleichermaßen getragen werden kann.

Um einen Konsens zu finden wurde nicht demokratisch abgestimmt, sondern so lange an der Formulierung gefeilt, bis alle Mitwirkenden die Inhalte tatsächlich mittragen konnten. Die wesentliche Frage in so einem Prozess ist: Was brauchst Du oder welche Formulierung brauchst Du, damit Du diesen gefundenen Konsens mittragen kannst?

Was für uns so erfrischend war, war nicht nur die Begeisterung, die aus Franziska sprudelte, obgleich die Prozesse manchmal sicherlich Nervenaufreibend waren, sondern das gemeinsame Ausgerichtet sein auf eine gemeinsam formulierte positive Zukunft für ein Leben in Würde bis zuletzt.

Es klingt für mich/uns wie ein unausgesprochener Traum, es wird jeder gehört, wir finden eine gemeinsame Formulierung, die alle mittragen können – eine Möglichkeit in den oft so hoffnungslos wirkenden Momenten, weltlich oder persönlich.

Wir dürfen uns trauen, wir  dürfen sein und wir dürfen uns einsetzen, für uns und andere, sowie es sich für jede*n richtig und wichtig anfühlt.

Vielleicht neigen wir in unserer Darstellung ein wenig zur Verherrlichung, doch der Vortrag war mitreißend, die Inhalte überzeugend und die Charta ist ein ganz neuer Grund, um über das Thema Tod und Vergänglichkeit ins Gespräch zu kommen.

In diesem Sinne: Stay Death Positiv!


Und weil das Leben manchmal Umwege (über den Norden) braucht, starten wir in diesem Jahr, das 5. unseres Bestehens, erstmalig in Linz. Es ist für uns deshalb so besonders, weil unsere persönliche Berufung zunächst im Norden von Deutschland Resonanz fand, doch dieses Jahr finden wir diese Resonanz in Linz. Das ist schön.

Wir dürfen in Co-Kreation mit dem Theater Phönix im Anschluss an das Stück »Das drei Sekunden Phänomen« in der Phönix:Bar ein»Speeddating mit dem Tod« veranstalten. Wir sind schon gespannt auf das Stück und den anschließenden Nachmittag. Am 17.01.2026 | 16 Uhr Start Vorstellung | 17:30 ca. »Speeddating«

Death Positiv · Trauerrednerin · Verena Brunnbauer · Nicole Honeck · Sargbar · Sarggespräche

Wir wissen, dass manche von Euch auf unsere Workshops wie den »Redenkoffer«, »Nachhaltige Trauer«oder den »Nasenstupser mit dem Tod« als ausgeschriebene Termine warten, wir sind dran und halten Euch selbstverständlich hier auf dem Laufenden.

Oder, möchte uns vielleicht jemand zu sich einladen? Wir sind bereit!

Alles Liebe und viel Zauber mit und ohne allumfassenden (innerem) Frieden.

Es herzen vergnügt…
Verena & nicole

Death Positiv · Trauerrednerin · Verena Brunnbauer · Nicole Honeck · Dazwischen · Sargbar · Bestattung

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